Erasmus+ Austausch am Lycée militaire d’Autun
Anfang Oktober durften wir im Rahmen des Erasmus+ Programms eine Woche am Lycée militaire d’Autun in Frankreich verbringen. Schon auf der Hinreise waren wir gespannt, da wir kaum wussten, was uns erwartet. Gleich am ersten Tag wurde deutlich, wie anders der Schulalltag an einem Militärgymnasium ist: Alles ist sehr strukturiert, die Abläufe genau geregelt und viele Schüler*innen leben die ganze Woche im Internat. Handys müssen tagsüber abgegeben werden und Ausflüge in die Stadt sind selten erlaubt. Für uns war das zunächst ungewohnt, aber gleichzeitig spannend, weil wir so einen guten Einblick in ihren Alltag bekommen konnten. Trotz der strengen Regeln wurden wir sehr herzlich empfangen und fühlten uns schnell wohl.
Während der Woche besuchten wir verschiedene Unterrichtsstunden. Wir durften uns in Gruppen einteilen und selbst entscheiden, welche Fächer wir besuchen wollten. Besonders interessant war der Deutschunterricht, weil wir dort die Rollen tauschen konnten: Wir unterstützten die französischen Schülerinnen und tauschten uns mit den Lehrkräften aus. In den anderen Fächern war es manchmal schwieriger, alles zu verstehen, aber die Lehrerinnen bemühten sich sehr, uns einzubeziehen, und wir konnten gut mitarbeiten.
Neben dem Unterricht gab es ein abwechslungsreiches Programm. In Autun erkundeten wir die Stadt und lernten ihre Geschichte kennen. In der Umgebung besuchten wir Nuit-Saint-Georges mit dem Cassissium, wo wir den Super-Cassis verkosten und viel über die Herstellung erfahren konnten, sowie die Lebkuchenfabrik Mulot et Petitjean in Dijon. In Beaune standen die Hospices de Beaune und die Senffabrik Fallot auf dem Programm. Besonders beeindruckend war der Ausflug nach Dijon: Die schöne Altstadt, die engen Gassen und das lebendige Flair luden zum Erkunden, Einkaufen und Genießen ein. Die Busfahrten waren ebenfalls sehr lustig – gemeinsam sangen wir französische und deutsche Lieder und tauschten uns aus.
Auch die Abende trugen viel zu unserer schönen Woche bei. Ein gemeinsames Abendessen in Autun bot Gelegenheit zum Austausch und Lachen, und der Grillabend am letzten Tag rundete alles perfekt ab. Am Freitag traten wir nach einer intensiven, spannenden und abwechslungsreichen Woche die Heimreise nach Feldkirch an.
Rückblickend sind wir sehr dankbar für diese Erfahrung: Wir verbesserten unser Französisch, schlossen neue Freundschaften und sammelten viele Eindrücke vom Leben an einer französischen Schule. Die Woche war spannend, abwechslungsreich und teilweise auch anstrengend – genau das machte sie so besonders. Wir freuen uns schon darauf, unsere französischen Austauschpartnerinnen im Frühjahr in Feldkirch willkommen zu heißen.
(Bibiane Wallner, 7c)

