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Rebberggasse Feldkirch
Gymnasium Feldkirch
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7Amsterüssel: eine WhatsApp-Gruppe auf Europa-Tour

Die 7a durchlebt eine Projektwoche in Brüssel und Amsterdam.

13. Mai 2024 - Gymnasium Rebberggasse, Parkplatz beim Abgang Fahrradhalle. Es ist kalt, regnerisch, der Wind pfeift. Und es ist 5:00 Uhr früh. Die Schülerinnen und Schüler der 7a frösteln vor sich hin. Kein Bus weit und breit. Die ersten Schülerinnen und Schüler (und Lehrer) der 7b tauchen auf. Deren Abfahrt ist mit 6:00 Uhr terminisiert. Dann biegt um 5:54 Uhr ein Doppelstöcker mit 76 Plätzen in die Rebberggasse ein. Wehe, wenn das der für die 7b ist! Es ist unsrer! Der Beginn einer großartigen Reise.

Die Spannung und Vorfreude sind spürbar, als wir nach 12 Stunden Busfahrt den Verkehrsstau in der europäischen Hauptstadt genießen dürfen (Anmerkung: Doppeldecker! Höhenkontrolle!). Brüssel: Pis und Pommes Was wir erfahren werden: „Die Bedeutung des Pflastersteins für den Tourismus. Wie zwei Brüsseler Wohnviertel geopfert wurden, weil sich die Europäer nicht auf eine Hauptstadt einigen konnten. Wie Schneisen in die Stadt geschlagen wurden, damit der Verkehr die Löcher füllen kann. Wie die Österreicher ihren Gouverneurspalast so kleingekriegt haben, dass er die Hofburg nicht mehr aussticht.“ - Schlagworte zu einer durch unglaubliches Detailwissen beeindruckenden, aber dreistündigen Führung durch Malte Woydt, inklusive genialer Tipps von wegen belgischer Pommes – wer hat’s erfunden? - mit Saucen in allen Schärfegraden. Und Manneken Pis, die kleine, aber weltberühmten Statue? Guter Treffpunkt! Und dann, natürlich! Ständige Vertretung Österreich, unsere Kontaktstelle in Brüssel. Nicht weit entfernt: das Europäische Parlament. Detail am Rande: Die meistgesprochene Sprache ist jene, die nur ein Prozent der EU-Bevölkerung spricht: in Irland und Malta, in denen Englisch als Amtssprache gilt. Am Mittwoch Richtung Europäische Kommission (An dieser Stelle muss hartnäckigen Gerüchten widersprochen werden, wir seien schwarzgefahren. Wir hatten nur nicht Tickets für alle!). Miriam Dondi, eine gebürtige Vorarlbergerin, lässt uns hinter die Kulissen der EU blicken. Nachmittags weiter nach Rotterdam, dem größten Seehafen in Europa. Logische Folge: Hafenrundfahrt!

Amsterdam: Verboten te blowen Das Hotel liegt ca. eine halbe Stunde außerhalb des Zentrums, ist voll mit Schüler:innengruppen aus halb Europa. Die Stockbetten sind Rohrgestelle mit quietschenden Gitterrosten. Den ersten Abend nützen wir, um die Innenstadt zu beschnuppern. Und obwohl es verboten ist „te blowen“, zieht überall süßlicher Geruch durch die Gassen. Mancherorts schauen Frauen aus erleuchteten Fenstern. Ständig muss man auf der Hut sein, dass man nicht den Fahrradstreifen betritt und gnadenlos niedergeklingelt oder -gehupt wird! Donnerstag die berühmte „Nachtwache“ im Rijksmuseum (jede Menge weitere Berühmtheiten hängen hier ab, Rembrandts, Vermeers …), das Freilichtmuseum Zaanse Schans (zu viert!), flanieren, shoppen (alle anderen) … Am Abend Grachtenfahrt mit den „Tanzenden Häusern“. Das hat weniger mit Drogen als vielmehr mit den Steuern zu tun, die damals nach der Breite des Hauses berechnet wurden. Am nächsten Morgen auf den Spuren von Anne Frank ins jüdische Viertel. Erschütternde Details aus dem Leben dieses jüdischen Mädchens, ihrer Familie und aller jüdischen Menschen hinterlassen einen bewegenden Eindruck und zeigen, wohin Rassismus, Hass und Intoleranz führen können. Noch der Besuch der Johan-Cruyff-Arena, Heimatstadion von Ajax Amsterdam, oder des Van-Gogh-Museums als letztem Programmpunkt, bevor der 76-Plätzer wieder bezogen wird. Nachtfahrt, Ankunft 7:30 Uhr Rebberggasse.

Hervorzuheben bleibt die chillige Stimmung, die die ganze Reise begleitete. Die angenehme, geduldige, zugewandte Art der Schülerinnen und Schüler. Daneben ein hoffentlich tieferes Verständnis für die europäischen Institutionen und die Geschichte Europas. Eine Reise, die uns mit vielen unvergesslichen Erinnerungen bereichert hat.

(Mag. Markus Amann)